Presseinformation

Der kreisweite Rufbus Zollernalb startet

Als neues Mobilitätsprojekt des Landkreises geht nun der „kreisweite Rufbus“ in eine dreijährige Testphase. Start ist mit dem ersten Angebotstag am Freitag, den 4.3.2016.
Der ÖPNV kann bislang im vorrangig ländlich geprägten Zollernalbkreis insbesondere an Abendstunden und an Wochenenden nicht diese Mobilität bieten, die in Großstädten mit einem gefestigten Bedarf und steter und zahlreicher Nachfrage gang und gäbe ist.

Der Zollernalbkreis hat nun unter Einbindung seiner Nahverkehrsgesellschaft Zollernalbkreis mbH ein Rufbuskonzept erarbeitet, mit dem über die bestehenden Fahrpläne hinaus ein zusätzliches, kreisweites Mobilitätsangebot im Zollernalbkreis geschaffen werden soll.

Der Kreistag hat im vergangenen Jahr diese Konzeption beraten und daraufhin eine dreijährige Testphase für ein kreisweites Rufbuskonzept beschlossen. In dieser Testphase soll freitagabends und samstags (nachmittags und abends) jeweils im Anschluss an die bestehenden Fahrplanangebote über kreisweit angelegte Fahrpläne der Rufbus angeboten werden. Das Angebot wird zunächst auf Freitag und Samstag beschränkt bleiben, zumal einerseits an diesen Tagen der größte Bedarf gesehen wird, andererseits das Projekt kostenmäßig zu begrenzen war.

Der Kreistag hat für dieses Projekt einen jährlichen Finanzbedarf von bis zu 360.000 € bewilligt. Die Kosten sind letztendlich abhängig von der Abrufquote des Rufbusses und können sich jährlich zwischen 270.000 € und 360.000 € bewegen.

Der Rufbus Zollernalb kann in dieser Konzeption (noch) nicht den Rundumservice bieten oder über Mitternacht hinaus die Funktion eines Diskobusses wahrnehmen, was vielleicht auch wünschenswert wäre. Dazu bedürfte es eines deutlich höheren Budgets.

Mit dem Angebot freitags in den Abendstunden und Samstagnachmittags und in den Abendstunden dürfte der Rufbus aber für viele schon eine attraktive Alternative zum Auto darstellen. Das Konzept soll bewusst kreisweit getestet werden, um in dieser Testphase auch feststellen zu können, wie sich der Bedarf ggf. örtlich unterschiedlich entwickelt und wie diese Konzeption in einem zweiten Schritt dann noch mehr an konkrete Bedürfnisse angepasst werden könnte. Das Konzept ist so angelegt, dass innerhalb der Testphase mit gesammelten Erfahrungen auch jährlich nachgesteuert werden kann.

Zum Einstieg in dieses kreisweite Rufbus-Konzept wurden 17 Linien kreiert, mit denen sich ein kreisweites Fahrplannetz ergibt, das mit verschiedenen Fahrtrouten und 240 Haltestellen im Zollernalbkreis vielfältige Mobilitätsmöglichkeiten eröffnet. Das Angebot ist dabei mit den Zugankunfts- und –abfahrtszeiten abgestimmt und kann so auch das Bahnangebot gut ergänzen.

Damit der Bus fährt, bedarf es lediglich eines Anrufes bei der Rufbuszentrale unter 07471/93 50 50, spätestens eine Stunde vor Beginn der gewünschten Fahrt. Dieses zeitlich überschaubaren Vorlaufs bedarf es zur Disposition. Der jeweilige Rufbus bedient dann auf der jeweiligen Fahrplanroute die eingegangenen Fahrbestellungen. Das heißt, dass bei wenigen Bestellungen bedarfsorientiert auch von der regulären Fahrtroute abgewichen und auf kürzeren Wegen bedient werden kann.

Obgleich es sich um bestellte Fahrten handelt, ist der Rufbus preisgünstig. Es gelten die regulären naldo-Tarife und es werden keinerlei Zuschläge erhoben. Das heißt, z.B. bei Fahrt innerhalb einer Wabe einen Einzelpreis von 2,40 €. Schüler mit der Schülermonatskarte, die auch sonst nachmittags naldo-weit freie Fahrt genießen, können diesen Rufbus mit Schülermonatskarte sogar kostenlos nutzen.

Die Verkehre selbst werden von im Kreis ansässigen Busunternehmen gefahren, bis auf Weiteres teilweise mit Kleinbussen, teilweise mit regulären Bussen.

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